tapatapatu written by Tomik

15Jul/080

Spekulation um den Reispreis

Wie sehr der Preis für Reis von Spekulation bestimmt ist, lässt sich an der Entwicklung der letzten Monate festmachen: Bis zum Mai diesen Jahres schoss der Weltmarktpreis für Reis ungebremst in die Höhe. Exportbeschränkungen und panikartige Käufe feuerten die Situation kräftig an: Indien und Vietnam verhängen Exportbeschränkungen und gleichzeitig verkünden die Philippinen massive Käufe, um somit einer weiteren Verknappung zuvor zu kommen.

31Mai/080

Thailand und Tütensuppe

Klar gibt es in Thailand industriell hergestellte Tütensuppe. Im jeden Laden von 7eleven steht eine Auswahl bereit: Ganz gleich ob Nudelsuppe mit Krabbengeschmack, Hühnchenfleisch oder Schweinefleisch. In jedem Fall gibt es einen Pappbecher mit trockenen (vorgekochten) Nudeln, dazu ein Alutütchen, das die entsprechende Geschmacksrichtung beinhaltet. Nicht zu vergessen ein winziges Tütchen mit gemahlenen Thai Chili und eine kleine Gabel aus Plastik. Fehlt nur noch kochendes Wasser um die Suppe aufzugießen.

Foto Thailand 013 in

Aufgrund eines Selbstversuches kann ich folgende Erfahrung weitergeben: Die Suppe ist durchaus genießbar und aufgrund der Würzmischung schmeckt es nicht einmal schlecht. Sogar konnte ich mich des Eindrucks nicht Entziehen, auf zwei oder drei winzige Krabbenstücke gebissen zu haben. Die Nudeln waren OK. Auch ohne die Zugabe von Thail Chili war die Suppe (für meinen Geschmack) ziemlich scharf. Wie scharf es wirklich sein kann, wollte ich persönlich lieber nicht testen. Schließlich sind meine Geschmacksnerven noch in Ordnung.

Foto Thailand 014 in

Foto Thailand 015 in

Suppen zum Aufgießen gibt es auch in Deutschland. Insofern ist mein ganzer Erfahrungsbericht eine laue Nummer. Aber zum Preis von 13 THB, also umgerechnet rund 27 Cent, ist das ganze schon mal ein Bericht wert. Offen gesagt, bezahle ich nichts desto weniger wesentlich lieber 25 THB um z.B. eine riesige Portion „Phai Thai“ frisch zubereitet an einer Garküche zu erstehen. Für 40 THB gibt es eine ordentliche Portion Fleisch (von Huhn oder Schwein) mit dazu. Letztendlich führt man als Reisender nicht ständig kochendes Wasser mit sich.

Apropos Tütensuppe

Foto Thailand 010 in

Foto Thailand 011 in

Foto Thailand 012 in

In schlechten Zeiten entwickeln sich die Geschäfte im allgemeinen rückläufig. Nicht jedoch für die in Thailand beliebten „Mama“ Instantnudeln: Weil die Menschen den Gürtel enger schnallen müssen, greifen sie vermehrt zu diesen einfachen aber schmackhaften Mahlzeiten. Der Umsatz steigt kräftig an. Ökonomen bezeichnen die "Mama" Instantprodukte deshalb (wenn auch nicht mit vollem ernst) als Wirtschaftsbarometer.

31Mai/080

Garcinia Mangostana

Die Mangostanbaum ist ein immergrüner Laubbaum und stammt ursprünglich aus Malaysia. Heutzutage wird der Baum in allen Tropenzonen der Welt kultiviert. Bedeutende Anbauregionen gibt es in Indonesien, Philippinen, Thailand, Mittelamerika, Brasilien und nicht zuletzt in Malaysia. Selbst in Australien wurden Mangostanbäume eingeführt.

Foto Thailand 005 in

Der tropische Baum (etwa 25 m hoch) bringt eine wunderbar schmeckende Frucht hervor, die sogenannte Mangostanfrucht. Unter der lederartigen, purpurroten Schale dieser tomatengroßen Frucht, sitzt das weiße, saftige Fruchtfleisch. Das Fruchtfleisch ist in einzelne Segmente aufgeteilt und lässt sich nach öffnen der etwa 6 bis 9 mm dicken Schale leicht heraustrennen.

Foto Thailand 006 in

Die Mangostanfrucht kann mit und ohne Schale verzehrt werden. Das weiße Fruchtfleisch hat einen angenehm säuerlichen Geschmack, der sich zwischen Ananas und Pfirsich bewegt. Wird die gesamte Frucht, also Fruchtfleisch und Schale verzehrt, wurde die Mangostanfrucht meistens zu Püree verarbeitet. Die Frucht ist reich bepackt mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Balaststoffen. Und gerade die Schale birgt einen reichhaltigen medizinischen Schatz in sich.

Aus der Schale stellt man einen Tee mit starker antibakterieller Wirkung her. Aufgrund von natürlichen Xanthone (Antioxidantien), sagt man dem Mangostantee ein Anti-Aging-Effekt nach. Die traditionelle Heilmedizin Südostasiens setzt Mangostan zur antibiotischen und antiparasitischen Behandlung bei Wunden, Tuberkulose, Malaria und anderen Infektionen ein. Die Mangostanfrucht besitzt schmerzhemmende Eigenschaften und lindert Hautkrankheiten.

Foto Thailand 007 in

Der Mangostanbaum ist extrem klimaempfindlich und toleriert keine Temperaturen unter 4 Grad Celsius. Daher findet der großflächige Anbau grundsätzlich nur südlich des 20. Breitengrades statt. Alle Versuche, Mangostanbäume nördlich des 20. Breitengrades anzupflanzen, sind bisher fehlgeschlagen. Die erste Ernte kann etwa 7 bis 9 Jahre nach der Pflanzung erfolgen und manche Bäaume tragen bis zu 100 Jahre lang Früchte.

Foto Thailand 008 in

Die Mangostanfrucht muss von Hand geerntet werden. Die durchschnittliche Ausbeute eines ausgewachsenen Baumes beträgt etwa 500 Früchte, an besonders ertragreichen Exemplaren können es aber auch bis zu 5000 Früchte sein. Der Mangostanbaum ist einer der wenigen Bäume, die im Kulturanbau keine Schädlingsbekämpfungsmittel benötigen.

Foto Thailand 009 in

In Thailand wird die „Queen of the fruits“ das ganze Jahr über geerntet. Doch die Hauptsaisson für die Magostan ist Mai und Juni. Für die leckeren Früchte bezahlt man dann 20 oder 25 Bath je Kilogramm. Umgerechnet also um die 40 bis 50 Cent pro Kilo.

Hier in Deutschland werden Mangostan-Säfte für teures Geld angeboten. Natürlich berufen sich halbseidene Vertriebsprofis auf die asiatische Heilkunde und versprechen ihren Kunden das Wundermittel für alles und gegen alles. Mit einer Drei-Monats-Kur für diese Säfte, ließe sich genauso ein Linienflug von Deutschland nach Thailand finanzieren.

31Mai/080

Rezepte aus der thailändischen Küche

Jede thailändische Mahlzeit ist ein Balanceakt zwischen ganz eigenen Geschmacksrichtungen. Suppen und Currys sind säuerlich und cremig-süß zugleich, abgeschmeckt mit saurer Tamarinde, feurig scharfen Chillies, bitteren Limettenblättern und einer Handvoll Basilikum, Koriander und Minze. Obwohl die thailändische Küche viel aus anderen Ländern übernommen hat – pfannengerührte und gedämpfte Gerichte aus China, Gewürze aus Indien - sind aus diesen Einflüssen Gerichte entstanden, die einzigartig thailändisch sind.

31Mai/080

Die Küche in Thailand

Ganz gleich wo man sich in Pattaya (oder in Thailand) befindet. Als westlicher Tourist muss man keinen Hunger leiden. Smile! Für jeden Geschmack und für jeden Anspruch findet sich ein Angebot. Und wer es einfach nicht lassen kann: In Pattaya ist es nicht schwierig ein deutsches Restaurant, mit Currywurst oder Schnitzel auf der Speisekarte, zu finden. Naja, auch ein "Wolle Wolfgang" muss in der tropischen Ferne satt werden und gegen die langweilige Gewohnheit scheint kaum ein Kraut gewachsen zu sein.

2008 05 Thailand Pattaya 160 in

2008 05 Thailand Pattaya 207 in

2008 05 Thailand Pattaya 133 in

2008 05 Thailand Pattaya 203 in

2008 05 Thailand Pattaya 135 in

2008 05 Thailand Pattaya 223 in

31Mai/080

Die Küche in Thailand

Eine gute und schmackhafte Küche erfordert eine entsprechende Quelle für den Einkauf der Lebensmittel. Natürlich gibt es in Pattaya große Supermärkte. Die Preise dort sind jedoch für die Mehrheit der Thais auf Dauer unerschwinglich. Ein Preisniveau ähnlich wie bei uns in Deutschland. Doch wozu einen Supermarkt? Entlang der Straßen bieten unzählige kleine Händler ihre Waren an.

2008 05 Thailand Pattaya 193 in

2008 05 Thailand Pattaya 199 in

2008 05 Thailand Pattaya 200 in

2008 05 Thailand Pattaya 205 in

2008 05 Thailand Pattaya 202 in

2008 05 Thailand Pattaya 217 in

31Mai/082

Die Küche in Thailand

Was mir an Thailand wirklich gut gefällt, sind die vielen mobilen Garküchen auf der Straße. Überall und zu fast jeder Tages- und Nachtzeit. Kleine Restaurants mit thailändischen Gerichten nebst Sitzgelegenheit finden sich praktisch an jeder Ecke. Hier kehren die Thais selbst ein. Es gibt ganze Essensmärkte, wo Garküche an Garküche stehen und alle möglichen Speisen angeboten werden. Wie gesagt, hier essen fast ausschließlich die Thais. Subtropisches Klima und keine deutschen Hygienevorschriften, für viele Urlauber lauert hier eine kulinarische Horrorvision. Quatsch! Die Thailänder sind geradezu leidenschaftliche Esser. Und was ihnen schmeckt, kann für mich kaum weniger bekömmlich sein.

2008 05 Thailand Pattaya 338 in

Die Begrüßung unter den Thais lautet häufig nicht „Wie geht es dir?“ sondern vielmehr „Hast du schon gegessen?“ und so ist das Essen nicht nur ein Akt der Nahrungsaufnahme sondern gleichfalls Unterhaltung und Vergnügen. Das gilt selbstverständlich weltweit, aber die Asiaten sind da noch ein ganzes Eck extremer drauf: So rückt zum Beispiel die Feuerwehr in China erst dann aus, wenn zur Mittagszeit die Schale leer gegessen und die Mahlzeit beendet wurde. Kein Witz! Für viele asiatische Völker ist das Essen also auch eine Art Ritual. Und die Thailänder nehmen sich da nicht aus. Allerdings essen die Thais nicht mit Stäbchen sondern mit Löffel und Gabel. Dabei hat die Gabel die Funktion, wie bei uns das Messer. Das Essen wird mit der Gabel geteilt oder auf den Löffel geschoben. Mit dem Löffel werden die Speisen anschließend in den Mund geführt.

2008 05 Thailand Pattaya 186 in

2008 05 Thailand Pattaya 185 in

2008 05 Thailand Pattaya 184 in

Schade nur, dass meine Fotos nicht duften können. Bei dem Anblick bekommt das Wort "Tütensuppe" für uns Farangs eine ganz neue Bedeutung. Vielfältiges Gemüse und zahllose Gewürze machen die thailändische Küche ganz besonders schmackhaft. Aber Vorsicht: Die Thais mögen es scharf! Richtig extra scharf! Mir treibt es da ganz schnell die Tränen in die Augen.

31Mai/080

Die Küche in Thailand

Ich bin kein echter Feinschmecker und bis auf wenige Ausnahmen ein "Allesfresser". Manchmal kann ich im Job ein gutes Essen im gehobenen Restaurants genießen. Chef oder Client bezahlt ja. Gleichzeitig habe ich kein Problem, mir einen Hamburger beim "Mac" oder "King" reinzuziehen. Alles in maßen und zu seiner Zeit. Ich versuche inzwischen auf ausgewogene und gesunde Ernährung zu achten. Aus nahe liegenden Gründen beleibt mir auch keine andere Wahl. Um auf den Punkt zu kommen: Auf meinen Trip habe ich großen Geschmack und Gefallen an der thailändischen Küche gefunden.

In den einschlägigen Restaurants lässt sich ordentlich bis gut und vergleichsweise preiswert schlemmern. Selbst die gehoben Küche ist am südlichen Ende der „Walking Street“ zu Hause. Dort (auf der Meeresseite) tobt sich ein französischer Koch mit seinen Kreationen aus. Das Meer liegt vor der Nase und so bestimmen ganz selbstverständlich Meeresfrüchte die Speisekarte. Ich habe das Freiluftlokal mit Blick auf das Meer zweimal mit meinen russischen Freunden besucht. Hier isst das Auge mit und der Service ist erstklassig. Die Preise allerdings ebenfalls. Ich freue mich so etwas zu haben, muss es aber nicht haben. Vor allem dann nicht, wenn ich ohnehin alleine unterwegs bin.

2008 05 Thailand Pattaya 323 in

Auslagen eines Fischrestaurants mitten auf der "Walking Street". Da kostet ein Kilo dieser wunderbaren Meeresfrüchte schon mal 2000 Bath und mehr. In Deutschland?