Sommer in Kiew






Eine junge Truppe die auf dem Maijdan eine kleine Show für die Kamera abzieht. Soweit ich verstanden habe, eine Video-Produktion für ein Internet-Portal. Das Produkt bzw. der Sinn dieser Aktion wollte sich mir allerdings nicht so recht erschließen. Ganz ohne Zweifel gehöre ich bestimmt nicht mehr zur Zielgruppe. Smile!
Sommer in Kiew

Was ist schon ein oller Starbucks-Pappbecher gegen einen geradezu liebevoll angerichteten Kaffee? Nicht nur, dass ich diese Tasse Kaffee genießen durfte – ich konnte gleichzeitig zwei Damen ein großartiges Lächeln abringen. Zum einen der Bedienung und zum anderen meiner netten Begleitung (die wegen der großen Kaffeetassen leider nicht mit auf das Foto passte). Alles nur, weil ich die zwei Tassen Kaffee in russischer Sprache bestellt habe. Jungs, lernt ein paar Brocken Russisch und kommt nach Kiew!
Diese runde Kaffee kostet umgerechnet knapp fünf Euro. Viel Geld für die Ukraine. Kiew ist ein echt teures Pflaster geworden, vor allem dort, wo sich viele Ausländer bzw. Touristen tummeln. Dennoch: Eine normale Tasse Kaffee bekommt man an anderer Stelle für ein oder zwei Griwnja. Umgerechnet ungefähr 15 bzw. 30 Cent. Nur hat dann das Umfeld etwas weniger Ambiente und der Kaffee ebenfalls.


Diese coole "Eisprinzessin" wirbt für Eis-Bier (Marke Slawutitsch) in Kiew. Die Passanten zeigen sich wenig beeindruckt. Sie sind es gewohnt, wenn hübsche Damen auf der Straße Werbung für verschiedene Anliegen und Produkte machen (Handzettel verteilen oder Befragungen durchführen). Vor allem die Telefongesellschaften verbinden den Verkauf ihrer Tarife mit einer ordentlichen Portion Charme und Erotik. So verdienen sich zahlreiche Studentinnen ihr Brot.
Nicht zuletzt Präsident Putin hat erkannt, wie sich Politik optimal vermarkten lässt. Zwar gibt es im Kabinett Putin "praktisch" keine Frauen, doch konnte ich in Moskau beobachten, wie ganze Schwadrone junger Damen (mit roten Halstüchern) die Bürger Moskaus in Gespräche, Diskussionen und Umfragen verwickeln. Charme und Patriotismus ... was für eine Kombination. Wenn das nicht mal eine Wahlkampfidee für die SPD wäre ... und ich meine jetzt nicht alleine die roten Halstücher!


Die vergoldeten Kuppeln, welche in der Sonne glänzen, sind ein typisches Merkmal der Stadt. Kiew ist reich an sakralen Bauwerken. Seit der politischen Wende fließt wieder sehr viel Geld in den Bau und Erhalt von Kirchen. Der Klärus gewinnt erneut großen Einfluss auf die Bevölkerung der Ukraine.

Zur Sowjetzeiten sollte die Klosterkirche St. Michael dem Erdboden gleich gemacht werden. Im Sommer 1936 wurden die Mauern der Kathedrale und der Glockenturm mit Dynamit gesprengt. Statt des geplanten monumentalen Architekturensembles wurde aber nur ein Teil errichtet, das heutige Außenministerium der Ukraine. Nach der Unabhängigkeit wurde der Wiederaufbau durchgeführt und der Kirchenkomplex an die ukrainisch-orthodoxe Kirche übertragen.

Ukrainische Frauen gehen - ohne sich ordentlich zu stylen - nicht aus dem Haus. Brot einkaufen, in schlampigen Jogginghosen und mit zerzauster Frisur, praktisch undenkbar. So etwas machen nur Männer! Und so ist die ukrainische Damenwelt in der Öffentlichkeit stets eine Augenweide.

Junge Polizisten in betont legerer Haltung auf Kreschatik, dem Prachtboulevard der Stadt Kiew. Ich meine, wer hat schon großartig "Laune" in der Sommerhitze auf Gangsterjagd zu gehen?
