tapatapatu written by Tomik

1Jun/061

Reise nach Pripyat und Tschernobyl

2006 05 Tschernobyl 024 in

Im April 1986 explodierte nur der Reaktorblock 4. Nach dem Super-GAU gingen die verbliebenen drei Blöcke wieder ans Netzt. Strom in der Ukraine war - insbesondere im Winter - ein knappes Gut. Erst 14 Jahre später, im Dezember 2000, wurde der letzte Meiler heruntergefahren und endgültig abgeschaltet. Seitdem werden die pannenanfälligen Atommeiler zurückgebaut.

2006 05 Tschernobyl 210 in

Nach der Explosion wurde verzweifelt Sand und Blei auf den brennenden Reaktor geschüttet und kurze Zeit später eine provisorische Schutzhülle errichtet. Zehntausende Menschen wurden dabei als sogenannte Liquidatoren eingesetzt. Alle riskierten sie ihr Leben und viele Arbeiter haben mit dem Leben bezahlt.

1Jun/060

Reise nach Pripyat und Tschernobyl

2006 05 Tschernobyl 016 in

Die erste Etappe ist erreicht, der havarierte Reaktorblock 4, von nun an klicken die Kameras. Das Hauptmotiv ist der marode Sarkophag. Recht viel mehr gibt es auch nicht zu entdecken. Die Nebengebäude sind unspektakulär.

2006 05 Tschernobyl 017 in

2006 05 Tschernobyl 027 in

1Jun/060

Reise nach Pripyat und Tschernobyl

2006 05 Tschernobyl 206 in

Eine Schautafel am Checkpoint mit Angaben über Strahlenwerte und Strahlenzonen. Je nach Jahreszeit schwanken diese Werte ganz erheblich. Zum Beispiel hat eine Schneedecke absorbierende Wirkung. Wind und Wasser hingegen können radioaktive Partikel versetzen.

2006 05 Tschernobyl 207 in

2006 05 Tschernobyl 208 in

1Jun/060

Reise nach Pripyat und Tschernobyl

2006 05 Tschernobyl 203 in

Die Zufahrtsstraßen zur Tschernobyl-Sperrzone werden von speziellen Einheiten des Militärs überwacht. Ohne eine Sondergenehmigung ist kein Durchkommen möglich. Natürlich gibt es zahlreiche inoffizielle Schleichwege in die radioaktiv belastete Zone und die einheimische Bevölkerung kennt alle Wege.

2006 05 Tschernobyl 012 in

Als Fremder und dazu noch westlicher Ausländer ist diese Möglichkeit allerdings ein riskantes Unterfangen. Noch mehr, wenn man sich heimlich mit dem Auto in der verbotenen Zone bewegen möchte. Praktisch unmöglich: Denn an einigen neuralgischen Punkten wurden zur Überwachung Kameras installiert. Außerdem gibt es innerhalb der 30-Kilometer-Sperrzone von Tschernobyl weitere Streckenposten.

2006 05 Tschernobyl 011 in

1Jun/060

Reise nach Pripyat und Tschernobyl

2006 05 Tschernobyl 006 in

Immer stärker kreisen die Gespräche nur noch um ein Thema: Aber Radioaktivität lässt sich nicht sehen, nicht schmecken, nicht riechen, nicht hören und nicht anfassen.

2006 05 Tschernobyl 007 in

Ein paar Leute versammeln sich interessiert um ein kleines graues Gerät, das von Vadim bedient wird. Es ist ein Geigerzähler. Nur damit besteht für uns die Möglichkeit, die radioaktive Strahlung zu erfassen und zu bewerten.

2006 05 Tschernobyl 202 in

Auf dem Display werden 18 Mikroröntgen pro Stunde angezeigt. Das ist ein normaler Wert und zeigt die natürliche Radioaktivität in der Umgebung an.

1Jun/060

Reise nach Pripyat und Tschernobyl

2006 05 Tschernobyl 004 in

Ein typisch sowjetisches Monument am Straßenrand markiert den Beginn der Region Tschernobyl. Hier wurden die Insignien der Atomkraft und der Landwirtschaft in den Stein gemeißelt. Wenn auch gerade nicht sichtbar: Roter Stern, Hammer und Sichel zieren die rechte Seite des Monuments.

2006 05 Tschernobyl 201 in

Im Detail lassen sich sie Kühltürme einer Kernkraftanlage erkennen: Schwarzer Rauch für Kühltürme ist allerdings unpassend, schließlich absorbieren die Türme eigentlich nur Wasserdampf. Schon eher steht der schwarze Rauch für den Atombrand von Tschernobyl.

1Jun/060

Reise nach Pripyat und Tschernobyl

2006 05 Tschernobyl 001 in

Ein kurzer Halt am Stadtrand von Kiew um schnell noch Getränke oder Zigaretten einzukaufen. Valentina und Vadim (in der gelben "Schutzjacke") auf dem Weg zurück zum Bus. Vadim wurde in Pripyat geboren und ist bis zum Super-GAU von Tschernobyl dort aufgewachsen.

2006 05 Tschernobyl 002 in

Sascha im Gespräch mit den Tour-Gästen aus Moskau. Die jungen Russen sind am frühen Morgen mit dem Nachtzug in Kiew eingetroffen. Viele Teilnehmer der Tour fahren am gleichen Abend zurück nach Moskau. Die Stimmung ist ausgelassen.