tapatapatu written by Tomik

22Jul/070

Kaufhaus GUM in Moskau

Die exklusiven Läden befinden sich im Erdgeschoss, etwas preiswerter wird es in der dritten Etage, in dem auch Cafes und kleine Restaurants betrieben werden. Das GUM wurde in den letzten Jahren aufwändig renoviert und umgebaut. Rolltreppen und behindertengerechte Fahrstühle hielten Einzug. Büroräume im zweiten Stock verwandelte man in zusätzliche Ladengeschäfte. Es gibt ein Kino. Weitere Verkaufsflächen soll der geplant Ausbau im Kellergeschoss bringen.

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Das GUM liegt im Zentrum einer Weltstadt: Die Mieten für die einzelnen Läden sind ausgesprochen exorbitant. Daher richtet sich das Warenangebot in erster Linie an zahlungskräftige Kunden. Die gibt es in Moskau (10 Mio. Einwohner) allerdings reichlich und das GUM empfängt im Durchschnitt 30.000 Besucher am Tag. Das erste Warenhaus in Moskau: Ein Laufsteg der neureichen, jungen Russen.

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Das quadratische Gebäude (252 x 88 Meter) befindet sich im Besitz der Stadt Moskau. Die Pachtrechte liegen gegenwärtig und bis 2042 bei einer privaten Betreibergesellschaft, der „Warenhaus GUM AG“. Hauptaktionär ist eine russische Modehaus-Kette. Ein viertel der Aktien befinden sich im Streubesitz.

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Foto © Thomas Kristan

22Jul/070

Kaufhaus GUM in Moskau

Im Osten des Roten Platzes erhebt sich gegenüber vom Lenin-Mausoleum das 252 Meter lange, glasüberdachte Kaufhaus GUM, das erste und größte (35.000 qm Ladenfläche) Prestigekaufhaus Russlands. 1893 wurde das weltberühmte Kaufhaus mit viel Stuck, Brücken und Kronenleuchtern sowie einen zentral gelegenen Springbrunnen für sechs Millionen Rubel errichtet. Das GUM lässt sich über 10 Haupteingänge von allen Seiten betreten.

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Die Eröffnung des Konsumtempels im Jahre 1893 war ein großes gesellschaftliches Ereignis - und fand Beachtung, weit über die Grenzen Russlands hinaus. Neben dem neuartigen Glasdach, das den Einkaufspassagen des Gebäudes ungewohnt viel Tageslicht spendete, verfügte das GUM über eine für die damalige Zeit sehr moderne Innenausstattung: Zentralheizung, elektrisch betriebene Lastenaufzüge und sogar ein hausinternes Stromkraftwerk. Nach Sonnenuntergang beleuchteten rund 7000 elektrische Glühlampen die Passagen.

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Der zentrale GUM-Eingang vom Roten Platz aus war von der Wiedereröffnung des Kaufhauses 1953 noch bis Mitte der 90er Jahre für die Öffentlichkeit geschlossen. Damit wollte die Staatsmacht verhindern, dass sich Gedränge und Warteschlangen direkt am Roten Platz bildeten.

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Heute beherbergt das Kaufhaus GUM über 200 Ladenlokale in sehr unterschiedlichen Größen und verteilen auf drei Etagen. Die Galerien der beiden oberen Etagen sind mit querlaufenden Brücken verbunden. Von der Konzeption her ist das GUM also weniger ein klassisches Warenhaus als vielmehr ein (historisches) Einkaufszentrum.

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Foto © Thomas Kristan