tapatapatu written by Tomik

21Apr/080

Reisevorbereitungen

Wer nun von mir einen Reiseführer erwartet, den muss ich an dieser Stelle gleich mal enttäuschen. Reiseführer gib es schon wie Sand am Meer, gedruckt als gutes Buch oder digital publiziert im Internet. Ich erzähle an dieser Stelle lediglich ein paar persönliche Erlebnisse und Eindrücke. Fotos wird es natürlich auch geben, ich besitze jede Menge davon. Auf meiner Reise werde ich locker über 3000 mal den Auslöser der Kamera betätigen. Über 20 GB an Fotodaten. Zugegeben: Die Quantität steht natürlich nicht unbedingt für die Qualität.

Bangkok! Wieso ausgerechnet Bangkok? Es hätte auch Djakarta, Hongkong, Seoul, Singapur oder Taipeh werden können. Aber meine Wahl viel auf die berühmt-berüchtigte „Stadt der Engel“ und das aus gutem Grund: Thailand ist ein völlig unkompliziertes Reiseland und es bietet mir „alles“ was Südostasien in diesem Moment für mich ausmacht. Eine ganze Weile hatte ich Vietnam im Visier meines Interesses. Dort sind die touristischen Pfade noch nicht so weit ausgetrampelt wie etwa in Thailand. Auch nimmt Vietnam derzeit kräftigen Anlauf um an der globalen Entwicklung den Anschluss zu finden.

Ausschlaggebend war am Ende der Ticketpreis für die Flugverbindung: Bangkok liegt flugtechnisch ganz einfach „näher“ dran als zum Beispiel Saigon (ja klar, seit 1976 heißt Saigon offiziell Ho-Chi-Minh-Stadt). Warum nicht gleich China oder Indien als Reiseziel? Keine Sorge, diese Länder werde ich in den kommenden Jahren besuchen, sofern mir bis dahin nix dazwischen kommt.

Die Reisevorbereitungen laufen an und mich quält dabei ein einziger Gedanke: Viel zuviel Gepäck! Schließlich muss alles in einen Rucksack (65 Liter) passen. Mehr will ich keinesfalls mitschleppen. Ich möchte mich durch das „Land des Lächelns“ treiben lassen und da stört jedes Überflüssige Gepäckstück! Ich versuche mit „Gewalt“ mein Equipment (Foto und Video) auf ein Minimum zu beschränken. Als ich mein gutes “altes” Notebook in den Rucksack packe, stehe ich praktisch unmittelbar vor der Verzweifelung. Nee, zu viel Ballast!

Kurzerhand fahre ich nach München und leiste mir im Fachhandel für rund 300 Euro ein Subnotebook: ASUS Eee PC. Im Vergleich zum Apple-Design wirkt das weiße Gehäuse unspektakulär und bescheiden (etwas billig). Doch dafür steht mir auf der Reise ein richtiger Rechner zur Verfügung. Kein Kilo schwer und nicht viel größer als ein Taschenbuch! Zugegeben: Die Prozessor-Leistung reicht nicht für die professionelle Fotobearbeitung. Zum Schreiben und für Onlineaktivitäten reicht der Minirechner allemal. Genau das, was ich brauche. Ideal um unterwegs die vielen Gedanken zu ordnen.

Installiert sind auf dem Rechner Linux und OpenOffice. Dazu viel kleine nützliche Gimmicks und simple Spielchen. Einschalten und durchblicken! Das System ist intuitiv und man gewöhnt sich ganz schnell an die Handhabung. Windows? Wozu? Auch mit der Tastatur komme ich ganz gut zurecht, zumal ich nun wirklich keine Wurstfinger habe. Der 7-Zoll-Monitor (800 Pixel breit) ist ausreichend. Das Nachfolgemodell soll ein 10 Zoll großes Display erhalten (1024 Pixel breit, ohne das der Rechner größer wird). Das ist dann nahezu perfekt für unterwegs. Fazit: Ich freue mich über meine neue Errungenschaft und überspiele mir ein paar wichtige Daten.

Mein Ticket buche ich für 539 Euro bei Quatar Airways und so fliege ich mit Zwischenlandung über Doha. In der Tat schaffe ich das gesamte Gepäck in einen Rucksack. Super! Wenn ich Kameras und Computer (als Handgepäck) rausnehme ist der Rucksack praktisch fast halbleer. Kein Wunder, bleibt dann nur noch die Zahnbürste, Duschgel und ein wenig Wechselwäsche übrig. So kann ich mich wirklich durch das „Land des Lächelns“ treiben lassen.

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